Allgemeine Geschäftsbedingungen
Loyalty Club — B2B SaaS — White-Label Loyalty Platform für Restaurants
Stand: März 2026
Anbieter:
Alchemista Rituals OÜ
Sven Schneider
Ahtri tn 12
10151 Tallinn
Estland
Umsatzsteuer-ID: EE102913396
§ 1 Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB") regeln die Nutzung der Loyalty-Club-Plattform (im Folgenden „Plattform", „Service" oder „Dienstleistung") durch gewerbliche Kunden, insbesondere Restaurants und gastgewerbliche Betriebe (im Folgenden „Kunde" oder „Vertragspartner").
1.2 Die Plattform ist ein White-Label-Loyalty-System für die Verwaltung von Kundenstammprogrammen, bestehend aus einer Gäste-App (iOS und Android), einer Service-App für Personal, einem Admin-Dashboard sowie einer Backend-API.
1.3 Diese AGB gelten ausschließlich für die B2B-Nutzung zwischen Alchemista Rituals OÜ (im Folgenden „Anbieter") und dem Kunden. Verbraucherschutzbestimmungen sind nicht anwendbar. Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass die AGB für sämtliche Verträge gelten, die unmittelbar oder mittelbar über die Plattform geschlossen werden.
1.4 Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter diesen ausdrücklich und schriftlich zustimmt.
§ 2 Vertragsschluss
2.1 Der Kunde kann sich selbstständig über das Online-Portal (www.loyalty-club.de oder ähnliche Domain) registrieren. Der Registrierungsprozess folgt diesen Schritten:
- Registrierung mit Geschäftsdaten (Name, Adresse, E-Mail, Telefon)
- KI-gestützte Analyse des Betriebs (Bestätigung Restaurantstatus)
- Konfiguration der Plattform (Branding, Gültigkeitsdauer Stempel, etc.)
- Zahlungsmethode via Stripe
- Automatische Bereitstellung nach erfolgreicher Zahlung
2.2 Mit Absendung der Registrierung macht der Kunde ein verbindliches Vertragsangebot. Der Vertrag kommt zustande durch den Abschluss der Zahlung (Payment Intent erfolgt erfolgreich) oder durch Bestätigung seitens des Anbieters per E-Mail.
2.3 Der Anbieter behält sich das Recht vor, Registrierungen abzulehnen, insbesondere wenn Gründe für Missbrauch, Rechtsverstoß oder Datenschutzverletzungen vorliegen.
2.4 Alle über die Plattform übermittelten Informationen und Daten gelten als vom Kunden gewilligt und korrekt. Der Kunde garantiert Volljährigkeit und Berechtigung zur Vertretung des Betriebs.
§ 3 Leistungsumfang
3.1 Der Anbieter stellt folgende Leistungen bereit:
3.1.1 Gäste-App (iOS und Android, White-Label):
- Digitale Stempelkarten (Standard: 10 Stempel pro Karte)
- Sorpresa-Gamifizierung (Überraschungselemente, Boni)
- Gutschein- und Voucher-Einlösung
- Referral-Programm (Freundes-Empfehlungen)
- Push-Benachrichtigungen (Kampagnen, Geburtstage, Angebote)
- QR-Code-Scanner für Stempel-Vergabe
- Feedback- und Bewertungsfunktion
- Wallet-Integration
- Geofencing-Funktion (Standort-basierte Angebote)
- Umfragen und Surveys
- Mehrsprachigkeit (Deutsch und Englisch)
3.1.2 Service-App (Personal):
- PIN-basiertes Login für Mitarbeiter
- QR-Code-Scanner zur Stempel-Vergabe
- Gast-Profil-Einsicht
- Voucher-Bestätigung und Abzug
3.1.3 Admin-Dashboard (Web):
- Echtzeit-KPIs und Analytics
- Gastwirtschaft (Verwaltung, Aktivität, Segmentierung)
- Kampagnen-Engine (Typen: Direkt, Trigger, Scheduled, Winback)
- Push-Notification-Versand
- Newsletter-Integration (via Resend)
- Feedback- und Review-Management
- White-Label-Branding (Farben, Logos, Texte)
- KI-Features: Support-Chat, Analytics-Agenten, Content-Vorschläge
- Automatisierungen (Welcome-Mail, Winback, Verfallserinnerungen)
- Audit-Log (Änderungsverlauf)
3.1.4 Automatisierte Prozesse (Cron Jobs):
- Geburtstags-Kampagnen
- Jubiläums-Benachrichtigungen
- Churn-Warnungen (für inaktive Gäste)
- Stempel-Verfallserinnerungen
- Feedback-Anfragen
- Automatische Berichte
3.2 Die exakte aktuelle Featureliste ist abrufbar unter www.loyalty-club.de/features oder im Admin-Dashboard unter „Info > Verfügbare Features". Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Featureliste zu aktualisieren.
3.3 Der Leistungsumfang schließt nicht ein: Benutzerdefinierte Entwicklungen, Premium-Support, SLA-Garantien für Beta-Features, 24/7-Hotline.
§ 4 Gewährleistung & As-Is-Bereitstellung
4.1 Die Plattform wird „AS IS" (wie besehen) zur Verfügung gestellt. Der Anbieter garantiert keine ununterbrochene oder fehlerfreie Verfügbarkeit, insbesondere nicht in folgenden Fällen:
- Geplante Wartungsarbeiten
- Ausfälle von Drittanbietern (Supabase, Stripe, Expo, etc.)
- Cybersicherheitsvorfälle
- Höhere Gewalt oder Naturkatastrophen
4.2 KI-Features (Support-Chat, Analytics-Agenten, Content-Vorschläge) erzeugen Vorschläge basierend auf generativer KI. Diese stellen keine Garantie dar und müssen vor Verwendung vom Kunden überprüft werden. Der Anbieter übernimmt keine Haftung für KI-generierte Inhalte.
4.3 Beta-Features werden explizit als „Beta" gekennzeichnet und unterliegen keiner SLA-Zusage. Beta-Features können ohne Vorankündigung geändert oder entfernt werden.
4.4 Soweit rechtlich möglich, werden alle Gewährleistungsansprüche, die nicht ausdrücklich in diesen AGB genannt sind, ausgeschlossen.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
5.1 Die Preise für die Plattform-Nutzung richten sich nach der Anzahl der verwalteten Standorte:
- Erster Standort: €149,00 pro Monat (netto, ohne Mehrwertsteuer)
- Jeder weitere Standort: €49,00 pro Monat (netto, ohne Mehrwertsteuer)
5.2 Reverse-Charge-Verfahren: Für B2B-Kunden mit gültigem Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (VAT-ID) wird das Reverse-Charge-Verfahren angewandt. Der Kunde schuldet die Mehrwertsteuer selbst ggf. in seinem Heimatland.
5.3 Abrechnung erfolgt automatisch monatlich via Stripe. Der Rechnungsempfänger wird per E-Mail informiert und erhält eine detaillierte Rechnung.
5.4 Zahlungsfrist: Die Rechnung ist bei Rechnungsstellung fällig (immediate payment terms). Zahlungen erfolgen via Stripe-Abo-Modell mit automatischer monatlicher Abbuchung.
5.5 Verzögerung bei Zahlungsrückständen: Im Falle einer Zahlungsverzögerung erfolgt zunächst eine Mahnung per E-Mail. Bei Nichtbezahlung innerhalb von 14 Tagen nach Mahnung behält sich der Anbieter das Recht vor, den Service zu suspendieren (siehe § 7 Suspendierung).
5.6 Smart Retries: Stripe versucht automatisch, fehlgeschlagene Zahlungen bis zu 3x erneut einzuziehen (mit Backoff-Strategie). Der Kunde wird per E-Mail über jeden fehlgeschlagenen Versuch benachrichtigt.
5.7 Preisanpassungen: Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Preise mit einer Frist von 30 Tagen anzupassen, mit schriftlicher Mitteilung per E-Mail.
§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung
6.1 Mindestvertragslaufzeit: Der Vertrag wird zunächst auf eine Laufzeit von mindestens sechs (6) Monaten geschlossen.
6.2 Nach Ablauf der Mindestlaufzeit läuft der Vertrag auf Monatsbasis weiter und kann jederzeit zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
6.3 Kündigungsmöglichkeiten: Der Kunde kann den Service via E-Mail an support@loyalty-club.de oder über das Stripe-Portal selbstständig kündigen. Die Kündigung muss mindestens 1 Tag vor Monatsende eingehen.
6.4 Ausstiegsangebot: Der Anbieter garantiert, dass der Kunde alle seine Gästedaten in einem standardisierten Format (CSV, JSON) innerhalb von 30 Tagen nach Vertragsende exportieren kann. Der Export erfolgt kostenfrei über das Admin-Dashboard.
6.5 Nach Ablauf der Kündigungsfrist werden die Kundendaten und alle Inhalte gem. DSGVO und diesen AGB behandelt (siehe § 9).
§ 7 Suspendierung des Service
7.1 Der Anbieter behält sich das Recht vor, den Service zu suspendieren oder zu beenden, wenn:
- Zahlungsrückstände länger als 14 Tage bestehen (mit Mahnung)
- AUP-Verletzungen (siehe § 16) vorliegen
- Datenschutzverletzungen oder Verstöße gegen DSGVO festgestellt werden
- Rechtliche oder behördliche Anordnungen dies erfordern
7.2 Vor einer Suspendierung wird der Kunde mindestens per E-Mail benachrichtigt. Bei unmittelbar drohender Gefahr kann eine Suspendierung ohne vorherige Ankündigung erfolgen.
7.3 Während der Suspendierung werden die Kundendaten nicht gelöscht. Der Zugriff auf die Plattform ist aber gesperrt. Eine Reaktivierung erfolgt nach Behebung des Suspendierungsgrundes (z. B. Zahlung).
7.4 Suspendierungen begründen keinen Anspruch auf Rückerstattung der Gebühren für den betroffenen Zeitraum.
§ 8 Pflichten des Kunden
8.1 Der Kunde verpflichtet sich zu folgenden Verhaltensweisen:
- Bereitstellung wahrheitsgemäßer und aktueller Geschäftsdaten
- Sichere Verwaltung von Zugangsdaten und Passwörtern
- Pünktliche Zahlung der Gebühren
- Einhaltung aller geltenden Gesetze und Verordnungen
- Kooperation mit dem Support bei Problemen
8.2 Der Kunde trägt alleinige Verantwortung für alle Aktivitäten, die über seine Login-Daten erfolgen. Eine Weitergabe von Login-Daten ist nicht gestattet.
8.3 Der Kunde verpflichtet sich, die Gästedaten gewissenhaft zu behandeln und nur für die Zwecke der Loyalitätsprogramm-Verwaltung zu nutzen. Eine Weitergabe an Dritte bedarf besonderer Zustimmung.
§ 9 Datenschutz und Kundenpflichten als Datenverantwortlicher
9.1 Der Kunde ist alleiniger Datenverantwortlicher (Data Controller) für alle Gästedaten, die via Plattform erhoben, verarbeitet oder gespeichert werden. Der Anbieter ist Datenverarbeiter (Data Processor).
9.2 Der Anbieter verarbeitet Gästedaten nur nach Weisung des Kunden und stellt hierzu einen standardisierten Datenverarbeitungsvertrag (AVV) zur Verfügung (siehe Anlage: Dokument 2 – AVV Loyalty Club).
9.3 Der Kunde muss eine eigene Datenschutzerklärung in der App bereitstellen (Template wird vom Anbieter bereitgestellt) und diese regelmäßig aktualisieren.
9.4 Der Kunde muss für alle Marketing-Kommunikation (Push-Nachrichten, E-Mails, SMS) die vorherige Zustimmung der Gäste einholen. Der Anbieter bietet ein Consent-Management-Modul, das der Kunde pflegen muss.
9.5 Der Anbieter führt für die Plattform eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) durch und stellt diese dem Kunden zur Verfügung.
9.6 Datenschutzverletzungen oder Verstöße gegen DSGVO durch den Kunden führen zur sofortigen Suspendierung und können Schadensersatzforderungen gegenüber dem Kunden nach sich ziehen.
§ 10 Verfügbarkeit und Service Level
10.1 Zielwert: Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit von 99,5 % pro Kalendermonat an. Dies wird gemessen als Prozentsatz der Zeit, in der die Plattform für autorisierte Nutzer erreichbar ist.
10.2 Ausnahmen von der SLA: Folgende Ausfallzeiten werden nicht in die SLA-Berechnung einbezogen:
- Geplante Wartungsarbeiten (mit mindestens 24 Stunden Vorankündigung)
- Ausfälle von Drittanbietern (Supabase, Stripe, Expo, Google, Apple)
- Netzwerk- oder Internet-Probleme beim Kunden
- Höhere Gewalt
10.3 Die SLA ist ein unverbindlicher Zielwert. Der Anbieter erstattet im Falle von Verfügbarkeitsproblemen keine Gebühren, sondern beschränkt seine Haftung auf die Regelungen in § 11.
§ 11 Haftung und Schadensersatz
11.1 Haftungsobergrenze: Die Haftung des Anbieters ist auf die im letzten Zeitraum von 12 Monaten gezahlten Gebühren begrenzt.
11.2 Ausgeschlossene Schäden: Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die sich aus folgenden Ursachen ergeben:
- Indirekte Schäden (entgangene Gewinne, Datenverlust, Betriebsunterbrechung)
- Folgeschäden
- Schäden durch fehlerhafte Kundendaten oder falschen Gebrauch
- Datenlöschungen oder -beschädigungen
- Schäden durch KI-generierte Inhalte
11.3 Ausnahmen von der Haftungsbeschränkung: Zulasten des Anbieters besteht unbeschränkte Haftung für:
- Vorsatz (Willful Misconduct)
- Grobe Fahrlässigkeit
- Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit
- Datenschutzverletzungen durch den Anbieter
11.4 Diese Haftungsbeschränkung gilt in dem Umfang, wie nach anwendbarem Recht zulässig.
§ 12 Freistellung (Indemnification)
12.1 Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei und hält ihn schadlos, insbesondere bei:
- Datenschutzverletzungen durch den Kunden gegenüber Gästen
- Fehlende Einwilligungen oder Konsente der Gäste
- Nicht autorisierte oder irreführende Marketing-Maßnahmen
- Verstöße gegen AUP (Acceptable Use Policy)
- Verwendung von nicht autorisierten Inhalten oder Logos
12.2 Der Anbieter wird den Kunden von Drittansprüchen unverzüglich in Kenntnis setzen und eine angemessene Möglichkeit zur Abwehr gewähren.
§ 13 Dateneigentum und Nutzungsrechte
13.1 Kundendaten (Restaurants, Konfigurationen, Branding, Kampagnen) bleiben vollständig im Eigentum des Kunden. Der Anbieter erhält lediglich ein Nutzungsrecht zur Erbringung der Dienstleistung.
13.2 Gästedaten (Namen, E-Mail, Telefon, Stempel, Vorlieben) gehören rechtlich den Endnutzern (Gästen). Der Kunde ist Verwalter dieser Daten im Namen der Gäste.
13.3 Der Anbieter erhält das Recht, anonymisierte und aggregierte Daten für folgende Zwecke zu nutzen:
- Statistische Benchmarks und Branchenvergleiche (Network Learning). Die Analyse erfolgt deterministisch auf Basis anonymisierter Aggregatdaten. Es werden keine individuellen Kunden- oder Gästedaten an KI-Modelle übermittelt. Anthropic (KI-Provider) verwendet keine API-Daten für Modell-Training.
13.4 Diese Nutzung erfolgt unter Beachtung der DSGVO und Datenschutzbestimmungen. Es ist ausdrücklich verboten, aus aggregierten Daten Rückschlüsse auf einzelne Kunden oder Gäste zu ziehen.
§ 14 Nutzungsrechte und Lizenzierung
14.1 Der Anbieter räumt dem Kunden ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der Plattform ein, das auf die Dauer des Vertrags begrenzt ist.
14.2 Der Kunde darf die Plattform nur für die in § 3 definierten Zwecke nutzen. Jede andere Nutzung ist untersagt.
14.3 Ausdrücklich verboten sind:
- Weitergabe, Vermietung oder Sublizensierung an Dritte
- Reverse Engineering, Dekompilierung oder Code-Analyse
- Erstellung von Derivaten oder Modifikationen
- Kommerzielle Nutzung für Dritte
14.4 Nach Vertragsende endet das Nutzungsrecht sofort. Der Zugriff auf die Plattform wird deaktiviert.
§ 15 Feedback und Verbesserungsvorschläge
15.1 Der Kunde kann dem Anbieter freiwillig Feedback, Verbesserungsvorschläge oder Feature-Requests einreichen.
15.2 Der Anbieter darf jedes eingereichte Feedback ohne Beschränkung für die Produktentwicklung, Testing und Verbesserung nutzen. Dafür wird keine Entschädigung fällig.
15.3 Dies gilt auch für Bug-Reports oder Sicherheitsmeldungen, solange die Vertraulichkeit gewahrt bleibt (Responsible Disclosure).
§ 16 Acceptable Use Policy (AUP)
16.1 Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform nicht wie folgt zu nutzen:
- Spam, Phishing oder Malware-Verteilung
- Illegale Inhalte oder Verstöße gegen Gesetze
- Missbrauch von KI-Features (automatische Massenproduktion von Spam-Inhalten)
- Exzessive API-Nutzung, die die Plattform überbelastet
- Unauthorized Access oder Hacking-Versuche
- Verstöße gegen Drittanbieter-Lizenzen (z. B. Stripe ToS, Google ToS)
- Diskriminierung oder Hassreden gegen Gäste
16.2 Die vollständige AUP ist im Anhang definiert (Dokument 8 – Acceptable Use Policy).
16.3 Verstöße gegen AUP führen zur sofortigen Suspendierung oder Beendigung des Vertrags ohne Rückerstattung.
§ 17 Geistiges Eigentum und Markenrechte
17.1 Die Plattform, alle Software-Komponenten, Designs, Icons, Dokumentation, die Marke „Loyalty Club" und alle damit verbundenen Inhalte bleiben ausschließliches Eigentum des Anbieters oder seiner Lizenzgeber.
17.2 Alle Kundenlogos, Brandings und geschäftsrelevanten Inhalte bleiben Eigentum des Kunden.
17.3 Während der Vertragslaufzeit räumen sich Kunde und Anbieter gegenseitig das Recht ein, die Logos und Marken des jeweils anderen anzuzeigen (für Marketingzwecke oder zur Kennzeichnung in Listen verfügbarer Services).
17.4 Nach Vertragsende endet dieses gegenseitige Recht sofort. Der Anbieter wird Kundenlogos zeitnah entfernen.
§ 18 EU AI Act – Transparenzmitteilung
18.1 Die Plattform enthält KI-Features (Support-Chat, Analytics-Agenten, Content-Suggestions), die unter die EU AI Act (Regulation (EU) 2024/1689) fallen könnten.
18.2 Transparenzmitteilung gemäß Art. 50 EU AI Act:
- KI-Modell: Anthropic Claude (generative AI)
- Risikokategorie: Minimales Risiko
- Human-in-the-Loop: Alle KI-Vorschläge müssen vom Nutzer überprüft werden
- Verwendungszweck: Produktivitäts-Unterstützung, keine autonomen Entscheidungen
18.3 Verbotene Praktiken: Der Anbieter nutzt keine:
- Automatisierten Einzelfallentscheidungen ohne menschliche Kontrolle
- Biometrische Identifikation
- Echtzeit-Behavioral-Tracking
18.4 Der Kunde verpflichtet sich, dass die Nutzung von KI-Features den Anforderungen der EU AI Act genügt, insbesondere bei der Kommunikation mit Gästen.
§ 19 Beta-Features
19.1 Features, die als „Beta" gekennzeichnet sind, unterliegen keinem SLA, keiner Warranty und können ohne Ankündigung geändert oder entfernt werden.
19.2 Beta-Features sind ausdrücklich vom Gewährleistungsausschluss (§ 4) erfasst.
19.3 Der Anbieter bittet um Feedback auf Beta-Features und behält sich vor, dieses für Produkt-Iterationen zu nutzen.
§ 20 Recht auf Serviceänderungen
20.1 Der Anbieter behält sich das Recht vor, die Funktionalität der Plattform jederzeit anzupassen, zu erweitern oder zu reduzieren.
20.2 Bei nicht unerheblichen Einschränkungen (z. B. Entfernung von Kernfunktionen) wird der Anbieter den Kunden mit einer Frist von 30 Tagen vorab per E-Mail benachrichtigen.
20.3 Falls der Kunde die Änderung als Material Breach ansieht, kann er sein Sonderkündigungsrecht nutzen (siehe § 6).
§ 21 Höhere Gewalt (Force Majeure)
21.1 Folgende Ereignisse gelten als Höhere Gewalt und entbinden beide Parteien von der Haftung:
- Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmungen, Stürme)
- Pandemien oder Epidemien
- Stromausfälle und Netzwerkausfälle
- Ausfälle von Sub-Prozessoren (Supabase, AWS, Google Cloud)
- Regierungsbefehle oder Kriegszustände
- Cyberanschläge durch staatliche oder nicht-staatliche Akteure
21.2 Bei Eintritt einer höheren Gewalt ist der Anbieter berechtigt, den Service vorübergehend einzustellen, ohne dass eine Schadensersatzpflicht entsteht.
21.3 Der Anbieter wird den Kunden über die höhere Gewalt unterrichten und die erwartete Wiederherstellung mitteilen.
§ 22 Abtretung und Abtretungsverbot
22.1 Eine Abtretung dieses Vertrags durch den Kunden an Dritte ist nicht ohne schriftliche Zustimmung des Anbieters zulässig.
22.2 Exception: Der Anbieter behält sich das Recht vor, diesen Vertrag bei Unternehmensrestrukturierung (Merger, Acquisition, Ownership Change) zu anderen juristischen Entitäten abzutreten, mit vorheriger Benachrichtigung des Kunden per E-Mail.
§ 23 Sanktionen und Compliance
23.1 Der Kunde erklärt, dass er und seine wirtschaftlich Berechtigten nicht auf einer EU-, UN-, OFAC- oder ähnlichen Sanktionsliste stehen.
23.2 Der Anbieter behält sich das Recht vor, den Vertrag sofort zu beenden, falls der Kunde nachträglich auf eine Sanktionsliste gesetzt wird oder berechtigte Verdachtsgründe vorliegen.
§ 24 Änderungen dieser AGB
24.1 Der Anbieter kann diese AGB jederzeit ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail mitgeteilt mit einer Frist von mindestens 30 Tagen vor Geltung.
24.2 Der Kunde hat das Recht, der Änderung innerhalb von 14 Tagen nach Mitteilung zu widersprechen.
24.3 Widerspricht der Kunde, kann er sein Kündigungsrecht nutzen (siehe § 6). Notwendigenfalls gewährt der Anbieter eine Kulanzfrist.
24.4 Es gibt keine stillschweigende Zustimmung zu AGB-Änderungen (Opt-In erforderlich oder aktive Kündigung).
24.5 Material Deteriorations (wesentliche Verschlechterungen) ohne angemessenen Grund führen zu sofortigem Kündigungsrecht für den Kunden.
§ 25 Schlussbestimmungen
25.1 Salvatorische Klausel: Falls eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein sollte, bleiben die übrigen Bestimmungen gültig. Die Parteien werden die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt.
25.2 Schriftformerfordernis: Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform. E-Mail gilt als ausreichend.
25.3 Anwendbares Recht: Dieser Vertrag unterliegt dem Recht der Republik Estland, unabhängig von Kollisionsnormen.
25.4 Gerichtsstand: Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist Tallinn, Estland. Dies gilt auch dann, wenn der Kunde seinen Sitz außerhalb Estlands hat.
25.5 Keine Nebenabsprachen: Es gibt keine mündlichen oder schriftlichen Nebenabsprachen außerhalb dieser AGB. Im Falle eines Widerspruchs zwischen AGB und individuellen Vereinbarungen hat die individuelle Vereinbarung Vorrang.
25.6 Gesamter Vertrag: Diese AGB bilden zusammen mit dem Datenverarbeitungsvertrag (AVV – Dokument 2) und der Acceptable Use Policy (AUP – Dokument 8) den gesamten Vertrag zwischen Anbieter und Kunde.